Neubau Technologiepark (X-Bau) und Studierendenzentrum (U-Bau) für die TH Rosenheim

Rosenheim

Die Technische Hochschule Rosenheim wird um ein innovatives Technologiezentrum und ein Studierendenzentrum auf dem Gelände der ehemaligen Bogensiedlung erweitert.

In dem Technologiezentrum sollen unter anderem Forschungs- und Lehrlabore sowie Maschinenhallen untergebracht, in dem Studierendenzentrum alle studierendennahe Serviceleistungen gebündelt werden. Hier soll ein Digitales Lernzentrum entstehen – Stichwort Smart Library – sowie Raum für verschiedene Lernwelten. Zudem ist eine moderne Mensa geplant.

Das Bayerische Wissenschaftsministerium hat den Auftrag für das Großprojekt erteilt, das exzellente Rahmenbedingungen für Lehre und Forschung der Zukunft schafft und zugleich neue Maßstäbe im Bereich des nachhaltigen Bauens setzt. Das Projekt wird im Rahmen der Technologieoffensive Hightech Agenda Bayern durch die Bayerische Staatsregierung gefördert und vom Staatlichen Bauamt Rosenheim realisiert.

Entwurf: Generalplanung: karlundp Architekten; Totalunternehmer: „Arbeitsgemeinschaft TH Rosenheim“ - bestehend aus HOCHTIEF Infrastructure GmbH und Rubner Holzbau GmbH, Architektur: Dietrich Untertrifaller


Behördenleiterin Doris Lackerbauer bei der Fassadenbemusterung
Behördenleiterin Doris Lackerbauer bei der Fassadenbemusterung © Staatliches Bauamt Rosenheim

Viele "Aaahs" für die geplanten Fassaden

Bei winterlichen Temperaturen stand im Dezember 2025 die Bemusterung der beiden Fassaden des geplanten Gebäudekomplexes an. Die Begutachtung erfolgte an einem sogenannten „Fassaden-Mock-Up“ direkt auf dem Baufeld. Dabei handelt es sich um ein Vorführmodell, eine Nachbildung, die im Aussehen der späteren Holzfassaden exakt entspricht. Dank der Bemusterung ist es möglich, sich schon in einem frühen Planungsstadium ein realistisches Bild der Fassadengestaltung zu machen und die architektonische Qualität abzusichern.

Zu sehen sind auf dem rund 17 Meter hohen Mock-Up-Gebäude, das am Rande des großen Baufelds an der Westerndorfer Straße in Rosenheim steht, zwei verschiedene Fassadenmuster. Eine Seite zeigt die Fassade des späteren Hauptgebäudes des Technologieparks, die zweite Seite zeigt die Fassade des späteren Studierendenzentrums. Beides sind Holzfassaden mit einer Außenschalung in Weißtanne in verschiedener Farbigkeit. Beim Hauptgebäude sind oberhalb der Fensterstürze PV-Elemente für die Stromversorgung und Verschattung der Fensterflächen vorgesehen. Im Inneren des großzügigen Mock-Ups sind Besprechungsräume und die Baustellencontainer untergebracht.


© Staatliches Bauamt Rosenheim

Digitale Ausstellung des Kunst-am-Bau-Wettbewerbs

Die Planungen für den Neubau schreiten weiter voran. An welcher Kunst die Studierenden auf dem Weg zu ihren Vorlesungen später vorbeigehen werden, das steht schon jetzt fest.

Alle Entwürfe sind hier in einer digitalen Ausstellung zu sehen.


© Lisa Lanzinger

Spatenstich für den Neubau

Start frei: In Anwesenheit von Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Wissenschaftsminister Markus Blume fand im Juli 2025 der Spatenstich statt. 

Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Das Mega-Projekt ist ein echter Meilenstein für die Region. Wir investieren etwa 320 Mio. Euro aus der Hightech Agenda in ein wissenschaftliches Kraftzentrum - modern und nachhaltig. Mit dem neuen Technologiepark setzt Rosenheim voll auf wissenschaftlichen Nachwuchs. Bayern steht für Identität und Tradition, aber auch für Innovation und Technologie. Wir sind Spitze bei der Wissenschaft und Nummer 1 in Deutschland bei Start-ups. Die Ideen der Zukunft bei KI, Quanten-Computing, Life Science und Luft- und Raumfahrt entstehen in Bayern. Das hat großes wirtschaftliches Potenzial und schafft Visionen für bislang ungeahnte technische Möglichkeiten. Unsere Hochschulen überall im Freistaat leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Alles Gute!“


Der Neubau rückt näher

Mit der Unterschrift wurde der Auftrag besiegelt.
Mit der Unterschrift wurde der Auftrag besiegelt. © Staatliches Bauamt Rosenheim/Lion

Mit der „Arbeitsgemeinschaft TH Rosenheim“, bestehend aus der HOCHTIEF Infrastructure GmbH und der Rubner Holzbau GmbH, konnte der Auftrag an ein Totalunternehmer-Joint Venture mit großer Erfahrung bei der Realisierung von Großbaumaßnahmen vergeben werden. Die gemeinsame Unterschrift unter den Vertrag, im Februar 2025, hat diese Auftragserteilung offiziell besiegelt. Zuvor hatte der Rosenheimer Stadtrat die notwendigen Genehmigungen für die bauvorbereitenden Maßnahmen erteilt.