St 2080 Machbarkeitsstudie im Raum Ebersberg
St 2080 Machbarkeitsstudie zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse im Raume Ebersberg in Nord- Südrichtung
Der Durchgangsverkehr in Nord- Südrichtung im Zuge der Staatstraße 2080 stellt in Ebersberg ein Verkehrsproblem dar. Auch für Schwaberwegen ist seit geraumer Zeit eine Ortsumfahrung im Gespräch.
Die vielfältigen Überlegungen der Bürgerinitiative aus Schwaberwegen, einzelner Bürger aus der Stadt Ebersberg, politischer Parteien angrenzender Gemeinden sowie Vorüberlegungen der Bauverwaltung wurden in einer Machbarkeitsstudie auf ihre Realisierbarkeit hin untersucht. Weiträumige Neuordnungen des Straßennetzes wurden dabei nicht betrachtet. Die Ergebnisse der getrennt durchgeführten Studien der Ortsumfahrungen Ebersberg und Schwaberwegen wurden am 27.01.2009 im Rahmen einer Informationsveranstaltung in der Ebersberger Sieghartsburg vorgestellt.
Die Kreisstadt Ebersberg und die Gemeinde Forstinning werden nun Vor- und Nachteile der einzelnen Varianten abwägen und gegen Ende 2009 eine mehrheitlich favorisierte Trasse zur Anmeldung für die Fortschreibung des Ausbauplanes bekannt geben.
Ortsumfahrung Ebersberg
Die Machbarkeitsstudie der Ortsumfahrung Ebersberg untersucht 8 Varianten zur Entlastung der Stadt vom Nord- Südverkehr.
Die Westvariante V1 verlagert das Problem Schwaberwegens nach Anzing und bedingt an der AS Anzing verkehrliche Probleme. Die V1, wie auch die V3, entlastet Ebersberg weniger effektiv wie die anderen betrachteten Varianten. Beide Varianten weisen ein sehr hohes Konfliktpotenzial aus naturschutzrechtlicher Sicht auf.
Die Tunnelvariante entlastet den Stadtbereich südlich des Klostersees sehr effektiv, bringt jedoch für die Schwabenerstraße und die Hohenlindener Straße
keine Entlastung. Sie ist mit hohen Kosten verbunden und bedingt den Abbruch von mehreren Gebäuden.
Die Ostvarianten entlasten die Stadt ebenfalls effektiv sowohl in der Stadt als auch im Bereich der Schwabenerstraße und der Hohenlindener Straße. Sie beeinträchtigen jedoch die Landwirtschaft und die Naherholung im Osten der Stadt.
Ortsumfahrung Schwaberwegen
Die Machbarkeitsstudie der Ortsumfahrung Schwaberwegen / Moos untersucht 5 Varianten zur Entlastung vom Nord-Südverkehr.
Die Westvariante V2 verlagert das Problem Schwaberwegens nach Anzing und bedingt an der AS Anzing verkehrliche Probleme. Sie weist ein hohes Konfliktpotenzial aus naturschutzrechtlicher Sicht auf.
Die Tunnelvarianten V6C und V6D entlasten Schwaberwegen südlich der EBE5 sehr effektiv. Sie sind mit hohen Kosten verbunden. Die Tunnelvariante V6C bedingt den Abbruch mehrerer Gebäude im Ort Schwaberwegen.
Die beiden Oberflurtrassen V6A und V6B entlasten Schwaberwegen ebenfalls effektiv. Sie beeinträchtigen jedoch die Landwirtschaft und insbesondere die V6B trennt Schwaberwegen und Forstinning. Die V6A weist zudem ein hohes naturschutzrechtliches Konfliktpotenzial auf.
Länge, Kosten, sowie weitere für die Straßenplanung wesentliche Kriterien können den beiden für die Ortsumfahrungen Ebersberg und Schwaberwegen getrennt zusammengestellten Tabellen entnommen werden.
