B 15 Studie zur Beseitigung des höhengleichen Bahnüberganges in Lengdorf
Der Bahnübergang in Lengdorf soll beseitigt werden. Neben den verkehrlichen Belangen von Bahn und Bundesstraße besteht der Wunsch der Anwohner nach Abrückung der Straße und Tieflage (Unterquerung der Bahnlinie).
Das Amt untersuchte in einer Studie 6 Varianten in der Bandbreite vom Neubau eines Kreuzungsbauwerkes in unmittelbarer Nähe zum bestehenden Bahnübergang bis hin zur weiträumigen Umfahrung östlich und westlich von Lengdorf, obwohl eine Umgehung Lengdorfs im Zuge der B15 im Bundesverkehrswegeplan nicht enthalten ist.
Die Studie wurde am 04.05.2009 im Rahmen einer Bürgerversammlung in Rott a. Inn vorgestellt.
Zusammenfassung
- Die beiden Varianten 1 und 3 sind abgesehen vom Trassenende nahezu identisch und weisen im Hinblick auf die einzelnen Vergleichskriterien ähnliche Eigenschaften auf. Positiv ist die Entlastung der Ortschaft Lengdorf von verkehrsbedingten Immissionen.
- Die Variante 2 enthält gewichtige wasserwirtschaftliche, hydrogeologische, wirtschaftliche und bodenmechanische Probleme, die ihre Realisierbarkeit erheblich in Frage stellen. Sie ist mit hohen Kosten verbunden.
- Die Variante 4 wurde aufgrund des vorab zu erkennenden naturschutzrechtlichen und wasserrechtlichen Konfliktpotenzials im nordöstlichen Bereich nicht in der Detailschärfe der anderen Varianten untersucht. Die Realisierbarkeit der Variante wird als kritisch eingestuft.
- Die Nordwestvariante V 5 weist neben den immissionsrechtlichen Konflikten und dem hohen Flächenbedarf, v. a. landwirtschaftlich genutzter Flächen, sehr hohe Kosten auf. Sie trennt Lengdorf und Rott und schränkt die gemeindliche Entwicklung ein.
- Die Variante 6 ist die kostengünstigste und im Bezug auf Landwirtschaft und Natur die verträglichste Alternative. Allerdings wird das Problem der verkehrsbedingten Immissionen in Lengdorf nur zum Teil gelöst.
In der Studie wurden alle relevanten Kriterien, die für oder gegen die jeweilige Variante sprechen erhoben, bewertet und in einer Tabelle (1,3 MB) gegenübergestellt.
Übersichtslageplan (4,25 MB)