Wegmachermuseum in der Straßenmeisterei Wasserburg am Inn

Der Wegmacher hatte bis in die Mitte unseres Jahrhunderts die Aufgabe, die Fahrwege und Straßen instand zu halten. In früheren Zeiten waren Straßen, ob Bezirks-, Distrikt- oder Staatsstraßen, noch "wassergebundene" Kies oder Schotterstraßen. Zweiradkarren, Schaufel, Besen und Kotkrücke waren die gebräuchlichsten Werkzeuge zur Instandhaltung der Straßen und Wege.
Auf Grund der vielfältigen und verantwortungsvollen Aufgaben der Straßenunterhaltung ist aus dem Wegmacher der Straßenwärter geworden, der heute zu den anerkannten Lehrberufen gehört.

Die zahlreichen Exponate und Dokumente veranschaulichen die Entwicklung des Straßenunterhaltungsdienstes. Den Grundstock für das heutige Museum legte Herr Erich Raab, der von 1965 bis 1988 die Straßenmeisterei Wasserburg geleitet hatte.

Die renovierten Exponate stehen auf verschiedenen nachgebauten Straßenbefestigungen und Belägen.

wegmachermuseum Wasserburg
wegmachermuseum Wasserburg
wegmachermuseum Wasserburg

 

Halle 1 Erdgeschoss

1. Dampfwalze (1900)
2. Teerspritze (1950)
3. Ohl-Teermaschine (1951)
4. Zwangsmischer (1950)
5. Straßenaufreißer (1938)
6. Steinbrecher (1913)
7. Grader/Straßenhobel (1940)
8. Kiesfuhrwerk (1930)
9. Gesteins- und Kiesfuhrwerk (1920)
10. Schlämmwagen (1930)
11. Dieselwalze (1930)
12. Wasserwagen (1930)
13. Bauschreiber, Bücherei
14. Vermessung, Information
Halle 1 - Galerie

Wegweisung, Beschilderung
Kies-, Schotter- und Teerstraßenbau
Feldschmiede
Grün- und Landschaftspflege
Brückenbau

Halle 2 Erdgeschoss

Winterdienstfahrzeuge, Räum- und Streugeräte, Schneeschleudern, Schneefräsen, Schneeschutzzäune

Halle 2 Galerie

Anforderungen Straßenwinterdienst
Fernmeldewesen, Notrufsystem
Berufsbild Straßenwärter und -meister

Der Brückenbau zählt zu den großen Kulturtechniken der Menschheit. Brückenstandorte haben maßgeblich die Entwicklung vieler Städte und Regionen geprägt. Die wechselhafte Geschichte der Brücken über den Inn, früher ein ungebändigter Gebirgsfluss, wird am Beispiel der alten Innbrücke in Wasserburg dargestellt.

Die Brücke über den Inn in Wasserburg gibt es seit dem 12. Jahrhundert. Die Holzbrücke wurde in früheren Zeiten häufig durch Eisstöße und Hochwasser zerstört. Letztmalig geschah dies am 9.3.1929, als bei Frostaufgang durch einen Eisstoß die Brücke einstürzte. Noch im selben Jahr wurde sie in einfacher Konstruktion wieder aufgebaut. Erst in den Jahren 1982/83 wurden die alten Pfahljoche saniert und der Überbau erneuert, wobei auf die historische Gestaltung der "roten" Brücke vor der Innufer Silhouette der Wasserburger Altstadt besonderer Wert gelegt wurde.

Wasserburg am Inn
Wasserburg am Inn

 

Der frühere Beruf des Wegmachers eröffnet dem Besucher auch einen aufschlussreichen Einblick in die Geschichte des Wege-, Straßen- und Brückenbaus in Bayern anhand exemplarischer Erlasse und Vorschriften. Zahlreiche Dokumente belegen die nahezu 200jährige Entwicklung des Straßen- und Brückenbaus. In den jeweiligen Abteilungen des Museums sind die seinerzeit gebräuchlichsten Werkzeuge und Hilfsmittel für den Wegmachen ausgestellt.

 

Anfahrtskizze zum Wegmachermuseum Wasserburg
Wegmachermuseum
in der Straßenmeisterei Wasserburg
Herderstraße 1
83512 Wasserburg am Inn
Tel. 08092/8273-0, Fax 08092/8273-20
E-Mail: smebersberg@stbaro.bayern.de
 
Öffnungszeiten:
ausschließlich nach Vereinbarung

Führungen von Gruppen können auch außerhalb der regulären Dienstzeit (Mo-Fr, 7:00-16:00 Uhr)vereinbart werden.
Info: Herr Frank Plate, Tel. 08092/8273-10 oder Mobil: 01738635915