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Bauzeit 2017 – 2020

Gesamtbaukosten  2.950.000 Euro

Finanzierungsanteil 45 % - EFRE und 55 % - Freistaat Bayern

 

Projektleitung / Bauleitung:          Staatliches Bauamt Rosenheim
Hochbauplanung     Staatliches Bauamt Rosenheim
HLSE-Planung:      Gammel Engineering GmbH, Abendsberg

 

 

 

                                     

                                           

Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) Grub

Die Landesanstalt für Landwirtschaft ist eine staatliche Einrichtung und besteht aus 9 Instituten und 5 Abteilungen in verschiedenen Standorten. Die Institute für Tierzucht, Tierernährung und Futterwirtschaft, Landtechnik und Tierhaltung, sowie die Abteilung Versuchsbetriebe werden am Standort in Grub betrieben. Die LfL in Grub forscht dabei in den Bereichen Tierzucht (Rind, Schwein, Schaf), im Pflanzenanbau (auch nachwachsende Rohstoffe) und Futtererzeugung, sowie in der Landtechnik. Die Abteilung Versuchsbetrieb betreibt verschiedene Demonstrationsanlagen für die Beratung von Landwirten und Versuchsanlagen.

 

Bestehende Wärmeerzeugung

In der Landesanstalt für Landwirtschaft in Grub wird derzeit der Großteil der Wärmeerzeugung über einzelne Ölkessel mit einer Gesamtleistung von 2,4 MW erzeugt, welche über die Liegenschaft verstreut sind. Teilweise wird die Wärme auch elektrisch erzeugt (Baulehrschau T41 40.000 kwh/a). Damit verbunden ist natürlich auch das Vorhalten der entsprechenden Tanklager.
Im vergangenen Jahr wurde für Versuchszwecke eine Biogasanlage mit 75 kW elektrischer Leistung und ca. 75 kW thermischer Leistung als Grundlaststromerzeugung in Betrieb genommen. Die dabei entstehende Wärme wird bereits zum Teil genutzt. Die bestehende Biogasanlage wird derzeit um ein BHKW mit einer elektr. Leistung von ca. 200 kW erweitert. Dieses BHKW wird stromlastabhängig betrieben, daher steht die entstehende Wärme nicht dauerhaft zur Verfügung. Die entstehende Wärme soll jedoch in die Gesamtanlage eingespeist werden. Daher muss die vorhandene Nahwämeleitung vergrößert werden.

 

Geplante Wärmeerzeugung

Zukünftig soll der wesentliche Teil der Wärme durch nachwachsende Rohstoffe (Kurzumtriebspflanzen) und Bewirtschaftungsabfälle erzeugt werden. Neben der CO2-Einsparung soll die Anlage auch zu Lehr- und Demonstrationszwecken für die Beratung von Landwirten dienen. 

Hierzu soll eine Hackschnitzelzentrale mit Betriebsgebäude, Hackschnitzelbunker und eine Lagerhalle errichtet werden. Um einen wirtschaftlichen Betrieb zu gewährleisten, wird die Größe der Hackschnitzelkesselanlage auf ca. 1/3 der gesamten erforderlichen Kesselleistung ausgelegt. Die verbleibende Spitzenleistung wird über bereits vorhandene Ölkessel, welche in den letzten Jahren erneuert wurden, abgedeckt.

Die Verteilung der Nahwärme erfolgt über ein zu erstellendes Nahwärmenetz, in das auch die bereits bestehenden und auch zukünftig genutzten Spitzenlast-Kessel und die Biogasanlage eingebunden werden. Angeschlossen werden dabei nur die Institutsgebäude.

Wohngebäude werden nicht angeschlossen, jedoch bei der Dimensionierung der Nahwärmeleitungen berücksichtigt. Die Elektroheizung der Baulehrschau wird durch eine Warmwasserheizung ersetzt. Ein Anschluss der geplanten Werkstatt wird vorgesehen. Nicht mehr erforderliche Kessel und Tanklager werden demontiert. Die einzelnen Unterstationen werden über die Gebäudeleittechnik verbunden und die einzelnen Wärmeerzeuger abhängig vom erforderlichen Wärmebedarf als Gesamtanlage verbunden.

 

Fazit

Mit der geplanten Hackschnitzelheizung soll die Liegenschaft effizient und zukunftsfähig gemacht werden. Die Nutzung der regenerativen Energie führt zur CO2-Einsparung und zur Schonung der fossilen Energieträger. Durch die Nutzung als Demonstrationsanlage kann die Anlage auch als Multiplikator für weitere Anlagen in der Landwirtschaft dienen.