Energetische Sanierung Finanzamt Mühldorf

Hinweistafel Finanzamt Muehldorf 590x590

 

 

Bauzeit 2019 – 2020

Gesamtbaukosten  2.006.000 Euro

Finanzierungsanteil 45 % - EFRE und 55 % - Freistaat Bayern

 

Projektleitung :          Staatliches Bauamt Rosenheim
     
     

 

  

 

                    

1. Allgemein

Die Baumaßnahme umfasst die energetische Sanierung der Fassaden des Erweiterungsbaues, sowie der Kassenhalle des Finanzamtes 84453 Mühldorf am Inn, Katharinenplatz 16. In diesem Zusammenhang wird die ehem. Kassenhalle in Büroräume umgebaut.

Die Maßnahme wird vom Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE) und dem Freistaat Bayern im Programm „Energetische Sanierung staatlicher Gebäude“ kofinanziert.

Die Baudurchführende Ebene ist das Staatliche Bauamt Rosenheim (StBA RO).

Das Finanzamt Mühldorf am Inn ist derzeit über mehrere Liegenschaften in Mühldorf verteilt. Am Standort Katharinenplatz 16 befindet sich der Hauptsitz des Finanzamtes mit dem Altbau, einem ehem. Fürstbischöflichem Pflegschloss, dreigeschossig mit hohem Walmdach aus dem Jahre 1539 und dem Erweiterungsbau aus dem Jahr 1973.

Das Dienstgebäude des Finanzamtes „Erweiterungsbau“ aus dem Jahr 1973 weist große Defizite im sommerlichen und winterlichen Wärmeschutz auf. Es handelt sich um Fassaden aus vorgehängten Fertigbetonteilen mit sehr geringen Dämmstärken, kleinere Teilbereiche wurden aus konstruktiven Gründen ohne Wärmeschutz ausgeführt.

Ziel der Maßnahme ist die energetische Sanierung der Gebäudehülle und die Neugestaltung der Fassade unter Berücksichtigung des städtebaulichen Umfeldes, sowie des Denkmales „ehem. Fürstbischöfliches Pflegschloss“  in unmittelbarer Nähe.

 

2. Nutzeranforderung und Planung

Bei dem dreigeschossigen Erweiterungsgebäude des Finanzamtes handelt es sich um ein Bürogebäude mit Einzelbüros. An dieses Gebäude ist die ehemalige eingeschossige Kassenhalle mit einem Verbindungsgang, sowie ein zweigeschossige Verbindungsbau zum Altbau angegliedert. Im Erdgeschoss des Verbindungsbaues befindet sich ein Servicecenter mit zentraler Anlaufstelle und 4 Beratungsplätzen.

Wesentliche Forderung des Nutzers neben der energetischen Optimierung ist eine Verbesserung des sommerlichen Wärmeschutzes.

Der Erweiterungsbau  umfasst ca. 1.700 m² Nutzfläche gemäß DIN 277. Die Fassadenfläche

beträgt ca. 1.500 m² mit Kassenhalle.

Die Umbaufläche Kassenhalle beträgt rund 280 m²

Die Baumaßnahme besteht aus drei Teilbereichen:

  • EFRE – Energetische Sanierung des Erweiterungsbaues und Kassenhalle
  • Umbau Kassenhalle innen (Ressort -finanziert)
  • Außentreppe Teil Brandschutzmaßnahme -Bauunterhalt (Ressort -finanziert)

 

3. Denkmalschutz

Der unter Denkmalschutz stehende Altbau, einem ehem. Fürstbischöflichem Pflegschloss, dreigeschossig mit hohem Walmdach aus dem Jahre 1539 befindet sich in unmittelbarer Nähe des Erweiterungsbaues. Die Gestaltung der Fassaden erfolgt aufgrund der Nähe zum Denkmal, in Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde.

 

4. Naturschutz / Fledermauspopulation

Im Bereich der vorgehängten Fassadenelemente aus Betonfertigteilen des Finanzamt Erweiterungsbaues befindet sich eine Fledermauskolonie, vorwiegend der Große Abendsegler (Nyctalus noctula) mit einem Bestand von derzeit rd. 200 Tieren. Andere Arten in kleineren Populationen werden vermutet, Der Umbau der Fassade ist laut Koordinationsstelle für Fledermausschutz Südbayern grundsätzlich möglich, sofern mit der Baumaßnahme Ersatzquartiere an gleicher Stelle geschaffen werden.

Für den Umbau ist ein begrenzter jahreszeitlicher Rahmen anzunehmen bei dem die Hangplätze von den Fledermäusen nicht genutzt werden.

 

5. Entwurf

Im Zuge des Teilnahmewettbewerbes wird in der 2. Phase von den ausgewählten Teilnehmern eine erste Entwurfsskizze zur Lösung der Aufgabenstellung gefordert.

Die Entwurfsdarstellung soll einen Regelschnitt der Fassade im Maßstab 1:20 enthalten,

eine Teilansicht der Fassade M 1:20, sowie Angaben zu Material, Konstruktion und Gestaltungsabsicht. Für die Fassade mit integrierten Einflugöffnungen und Hangplätzen sind hohe gestalterische Anforderungen erforderlich um alle Erfordernisse optimal zu erfüllen, ohne diese sichtbar in den Vordergrund zu stellen.

 

6. Kosten

Die Gesamtkosten der Maßnahme sind mit 2.006.000,00 € festgesetzt.

 

7. Geplanter Ablauf

Beginn der Ausführung Anfang 2019

Die Gesamtfertigstellung der Maßnahme soll bis Ende 2020 erfolgen.

 

Link zum VgV Verfahren 18D0044 Gebäudeplanung: